Startseite Startseite
Kurzübersicht
Home Impressum Kontakt
Klinik-Info Patienten-Info Arzt-Info
 
Fußoperationen  

Vor- und Rückfuß stellen ein weites Feld orthopädischer Interventionsmöglichkeiten dar, da zivilisatorische, Gewicht bedingte Einflüsse bei fehlendem Muskelgewicht schmerzhafte Fehlstellungen begünstigen.

Hallux valgus
Hammer- / Krallenzehe
Spreizfuß mit Metatarsalgie
Haglund-Exostose
Fersensporn
Sprunggelenkarthrosen
Sprunggelenksarthrodese
Knick-Senkfuß

Hallux valgus

Typischer Hallux valgus
Abb.1: Typischer Hallux valgus mit Krallenzehen und Spreizfußkomponente. Vor und nach Operation

Der Hallux valgus ist die häufigste Erkrankung des Fußes mit Fehlstellung der Großzehe, oft kombiniert mit einem Spreizfuß. Die Fehlstellung kann durch verschiedene Operationsverfahren behoben werden. Die Wahl des OP-Verfahrens richtet sich nach der Schwere der Fehlstellung, der Gelenksituation, der Spreizfußkomponente und der Beanspruchung des Fußes. Meist wird eine Umstellungsoperation (Chevron-, Scarf- oder proximale Umstellungsosteotomie) ausgeführt.

Operation nach Scarf
Abb. 2: Operation nach Scarf

Zum Teil werden Weichteileingriffe (Sehnenverlagerung) oder Resektionsverfahren (OP nach Keller-Brandes) gewählt. Die Nachbehandlung richtet sich nach den Operationsverfahren. Bei Umstellungsoperationen ist von einer 6-wöchigen Vorfußentlastung auszugehen. Mit einem Spezialschuh ist jedoch die Vollbelastung der Ferse und das Gehen möglich.

Die Operationen können auf Wunsch auch ambulant durchgeführt werden. Bei komplexen Eingriffen empfiehlt sich eine 2-tägige stationäre Behandlung mit konsequenter Schmerzbehandlung und Hochlagerung. 

Hammer- / Krallenzehe

Flexible oder kontrakte Beugefehlstellung der kleinen Zehen. Sind ebenfalls häufig kombiniert mit Spreizfußstellungen des Vorfußes. Resektionsverfahren ( OP nach Hohmann), zum Teil Versteifungen der Gelenke werden durchgeführt. Zum Teil sind Sehnenverlängerung und Lockerung von kontrakten Kapsel-Bandstrukturen notwendig um eine erneute Fehlstellung der Zehen zu vermeiden. Die Nachbehandlung besteht in einer 2-wöchigen Drahtfixierung der Zehe. Die Volllast ist möglich.

Hammer-, Krallenzehe
Abb. 3: Vor und Nachoperation nach Scarf am Großzeh kombiniert mit Op nach Aiken, die Krallenzehen 2 und 3 sind nach Hohman operiert, der vierte mobilisiert. 

Spreizfuß mit Metatarsalgie

Spreizfuß mit Metatarsalgie
Abb.4: Metatarsalgie und Krallenzehen durch Überlänge der Metatarsale Knochen 2-4. Die Operation nach Weil verkürzt die Metatarsale und führt zu einem harmonischen Vorfuß.

Primäre Therapie des Spreizfußes mit Schmerzen an den Fußballen ist die Einlagenversorgung mit entsprechender Unterstützung des Fußes, um auch eine Fehlstellung des Rückfußes beeinflussen zu können. Wenn konservative Therapiemöglichkeiten versagen, gibt es die Möglichkeit den schmerzhaften Vorfuß operativ zu korrigieren. Neben der Verschiebeosteotomie (verschiebende Knochendurchtrennung nach Weil) kommen Operationsverfahren, wie die Kramer-Osteotomie oder Großzehenkorrekturen zum Einsatz. Ziel ist es schmerzhafte Druckstellen unter dem Fuß zu beseitigen und die Vorfußstatik zu verbessern. 

Haglund-Exostose

Fersensporn
Abb.5: Fersensporn der Achillessehen und Haglundexostose vor und nach Operation

Durch eine knöcherne Vorwölbung des Fersenbeins kommt es zu druckschmerzhaften Beschwerden hinter der Achillessehne. Meist bildet sich dort zudem eine druckschmerzhafte Bursa (Gleitgewebe) aus. Die primäre Therapie ist konservativ mit leichter Fersenerhöhung, Dehnung der Wadenmuskulatur, ggf. antiphlogistische Spritzenapplikation, Bestrahlung. Nach ausgereizter und erfolgloser konservativer Therapie kann die Haglund-Exostose operativ entfernt werden. 

Fersensporn

Fersensporn
Abb.6: Fersensporn vor und nach Abtragung

Schmerzhafter knöcherner Sporn am Ansatz der Plantaraponeurose (plantare Sehnenplatte). Immer erst konservative Behandlung mit Einlagenversorgung, mit Hohllegung des druckschmerzhaften Sporns, Spritzenbehandlung, Stoßwellen-Therapie. Als Ultima Ratio kann der Fersensporn operativ entfernt werden. 

Sprunggelenkarthrosen

Durch Verschleiß des oberen Sprunggelenkes kommt es zu Einschränkung der Beweglichkeit im oberen Sprunggelenk mit Schmerzen. Konservative Maßnahmen der Arthrosebehandlung sollten ausgereizt sein bevor man sich zu einer operativen Therapie entschließt.

Hier stehen zwei Operationsmöglichkeiten zur Verfügung.

  1. Sprunggelenkendoprothese - Ersatz des Sprunggelenkes mit einem künstlichen Gelenk. Das ist ein Verfahren, was in den letzten 10 Jahren an Bedeutung und Zuverlässigkeit gewonnen hat. Die Operation wird in Deutschland nicht allzu häufig durchgeführt, man schätzt jährlich ca. 800 - 1000 Operationen dieser Art. Langzeituntersuchungen über 10 Jahre hinaus liegen für große Zahlen noch nicht vor. Bei Fehlschlag der Sprunggelenksendoprothese bleibt die: Sprunggelenkarthrodese.
  2. Die Nachbehandlung sieht eine Gipsruhigstellung für vier - sechs Wochen vor unter Volllast, anschließend Bewegungstherapie unter krankengymnastischer Anleitung. Eine wesentliche Verbesserung des Bewegungsumfanges ist nicht zu erwarten, jedoch eine Schmerzbefreiung.

Oberes Sprunggelenk mit Arthrose
Abb.7: Obere Sprunggelenk mit Arthrose und nach Endoprothese 

Sprunggelenksarthrodese

Durch Versteifung des Gelenkes, welche durch Anfrischung der verschlissenen Gelenkpartner und anschließender Verschraubung erreicht wird, ist eine Schmerzbefreiung bei schmerzhafter Arthrose des Sprunggelenkes möglich. Eine wesentliche Einschränkung der Gehfähigkeit ist durch die Arthrodese des oberen Sprunggelenkes nicht zu erwarten, da meist vorher das Sprunggelenk durch die Arthrose bereits Versteifungstendenzen aufweist und kaum beweglich ist. Auch hier ist die Schmerzbefreiung vorderstes Ziel. Eine Beinverkürzung von ca. 1 cm wird durch einen Schuhausgleich kompensiert. Nach Sprunggelenksarthrodese kann das Gangbild durchaus flüssig sein, sodass einem nicht orthopädisch geübten Beobachter die Operation im Gangbild nicht auffallen wird. 

Knick-Senkfuß

Durch Abknicken der Ferse nach außen, durch verschiedenste Ursachen, verschiebt sich die gesamte Fußstatik mit Verschiebung der Rück-, Mittelfuß- und Vorfußreihe. Verschiedenste operative Verfahren richten sich nach Ursache und Ausprägung der Fehlstellung. Es stehen Sehnentransfers (Verlagerung von Sehnen), Teilversteifungen des Rückfußes, Verlängerungsoperationen des Fußaußenrandes sowie die Versteifung des unteren Sprunggelenkes und hinterem Mittelfußgelenk zur Verfügung unter Korrektur der Fußstatik. Je nach Operationsverfahren ist mit einem 6-wöchigen Liege- und 6-wöchigem Gehgips Nachbehandlung auszugehen.


 
Startseite

Einweiser-Info (PDF)

DRG-Entgelttarif (PDF)
Künst. Hüftgelenk

Künst. Kniegelenk

Arthroskop. Operationen

Fußoperationen

Weitere Operationen
Nächste Seite: Weitere Operationen 
Klinik-Info Patienten-Info Arzt-Info Seitenanfang

Aktualisiert am: 03.03.2009



2004 - 2009 ©Vincentius AG, Konstanz